Dauerregen und Sturmböen setzten am Auftaktwochenende den Organisatoren, Teilnehmern und Besuchern der 74. WARNEMÜNDER WOCHE zu. Nachdem am Sonnabend ein Großteil des Programms sowohl auf dem Wasser als auch an Land abgesagt werden musste, ging das Wochenende mit Kindertag und Kultur bei Sonnenschein zu Ende. Auch die Segler konnten letztendlich noch aufs Wasser: nach dem erzwungen freien Sturmsonnabend lichtete sich der Nebel am frühen Sonntagnachmittag und die knapp 700 Segler der acht Bootsklassen des ersten Teils der WARNEMÜNDER WOCHE konnten endlich starten.
„Wir trotzen Wind und Regen – der Warnemünder Woche wegen“, mit diesen markigen Worten hatte der Minister für Arbeit, Wirtschaft und Tourismus MV, Jürgen Seidel, kurz und prägnant die 74. WARNEMÜNDER WOCHE am Sonnabendvormittag offiziell eröffnet. Vor allem die Teilnehmer und Fans des Niegen Ümgangs hatten dies bereits umgesetzt und gegen die widrigen Bedingungen tapfer rebelliert.
Mit einem klassischen Start-Ziel-Sieg eröffnete Franziska Goltz, die als erste Seglerin der 74. WARNEMÜNDER WOCHE die Ziellinie überquerte: „Das Wetter spielt wirklich verrückt. Jetzt steht eine zu steile Welle für zu wenig Wind – aber ich freue mich über meine tolle Leistung“, blickte die Schwerinerin auf die erste Wettfahrt des Tages in der für Damen olympischen Bootsklasse Laser Radial zurück. Auch die über 30 Nachwuchssurfer der Internationalen Deutschen Jugendmeisterschaft (IDJM) der Klasse BIC Techno freuten sich endlich starten zu können.
Mitte der Woche kam dann der Sommer zurück und die Segler rüsten sich für den zweiten Teil der Veranstaltung.
Bereits am Donnerstag starten zwölf Boote der Klasse Platu 25 der Kampf um den German Open Titel. Der amtierende Deutsche Meister Sven-Eric Horsch aus Hamburg mit seinem Team Falko Knabe, Ole von Studnitz und Thorben Nowak werden versuchen einen weiteren Titel zu sichern. Die Neulinge im Programm der zweitgrößten Segelveranstaltung Deutschlands, Skippi 650, warten ebenfalls mit einem internationalen Highlight auf. Für die relativ kleine Klasse geht es in ihrer hochwertigsten Regatta um die Krone des Europa Cups.
Ab Freitag gehen dann 32 Athleten der olympischen und sehr sportlichen Klasse Finn Dinghy ins Rennen. Unter ihnen Lokalmatador Ulli Kurfeld aus Wismar. In diesem Jahr kann Warnemünde auch eine Bootsklasse aus dem paralympischen Programm bieten. In der Einmann-Kielklasse 2.4mR segeln Menschen mit und ohne Handicap chancengleich gegeneinander. Vor Warnemünde messen sich elf Segler im Match um wichtige Ranglistenpunkte.
Alle Ergebnisse und Fotos der Veranstaltung unter www.warnemuender-woche.com